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Für das Verständnis des Wahlsiegs von Dilma Rousseff

25/11/2014

In dieser Präsidentschaftswahl waren Brasilianer und Brasilianerinnen mit der biblischen Situation konfrontiert, von der der Erste Psalm spricht. Sie hatten zwischen zwei Wegen zu wählen: dem einen, der für Erfolg und mögliche Freude steht, und dem anderen, der zu Fehler und unvermeidbarem Unglück führt.

Alle Voraussetzungen waren gegeben für einen perfekten Sturm mit Verzerrungen und Verleumdungen, die durch die Massenmedien und die sozialen Netzwerke verbreitet wurden. Vor allem eine Zeitschrift übertrat deutlich die Grenzen journalistischer, sozialer und persönlicher Ethik, indem sie Unwahrheiten abdruckte, um die Kandidatin Dilma Rousseff zu diskreditieren. Hinter all dem standen die am meisten rückwärtsgewandten Eliten, denen es in erster Linie darum geht, ihre Privilegien zu verteidigen, statt sich für die persönlichen und sozialen Rechte aller einzusetzen.

Angesichts dieser Feindseligkeiten bestärkte Präsidentin Dilma, die in den Kerkern der repressiven Organe der Militärdiktatur Folter zu erleiden hatte, ihr Image, nahm an Entschlossenheit zu und nahm ihre Energien zusammen, um jedem Angriff zu begegnen. Sie zeigte sich so, wie sie ist: eine mutige und tapfere Frau. Von ihr geht Vertrauen aus, eine grundlegende Tugend für Politiker. Sie zeigt Integrität und erträgt keine Halbheiten. Dies ruft in der Wählerschaft ein Gefühl der Festigkeit hervor.

Ihr Sieg ist zum Großteil auf ihre Anhänger zurückzuführen, die auf die Straße gingen und große Demonstrationen organisierten. Das Volk zeigte, dass es in seinem politischen Bewusstsein gereift ist und wusste, biblisch gesprochen, wie es den Weg zu wählen hatte, der am richtigsten erscheint, indem es Dilma wählte. Sie errang den Sieg mit mehr als 51 % der Stimmen.

Das Volk kannte bereits die beiden Wege. Der eine, der für 8 Jahre lang ausprobiert wurde, versetzte Brasilien in die Lage, wirtschaftlich zu wachsen, doch transferierte er den Großteil der Gewinne zu den bereits Wohlhabenden, auf Kosten der niedrigen Gehälter, der Arbeitslosigkeit und der Armut für die große Mehrheit: gute Politik für die Reichen und schlechte Politik für die Armen. Brasilien wurde zu einem unbedeutenden und untergeordneten Player im großen globalen Projekt, das von den reichen und militaristischen Ländern angeführt wird. Dies war nicht das Projekt eines souveränen Staates, der sich seines menschlichen, kulturellen und ökologischen Reichtums bewusst ist und eines Volkes wert, das stolz ist auf seine bunte Vielfalt und umso reicher durch all seine Unterschiede.

Das Volk hat auch einen anderen Weg beschritten, den richtigen Weg, der zum möglichen Glück führt. Und das Volk spielte dabei eine zentrale Rolle. Mit einer Politik, die sich den Gedemütigten und Geknechteten unserer Geschichte zuwendet, gelang es einem seiner Kinder, einem Überlebenden der großen Verfolgung, Luiz Ignacio Lula da Silva, eine Bevölkerung, so groß wie die von ganz Argentinien, zu einer modernen Gesellschaft zu formen. Dilma Rousseff setzte dies fort, vertiefte und weitete diese Politik noch aus durch demokratisierende Maßnahmen wie Pronatec, Pro-Uni, die Universitäts-Quoten für Studenten, die eher von öffentlichen als von privaten Schulen kommen; Quoten für Studenten, deren Großeltern aus den Kerkern der Sklaverei kamen, und alle Sozialprogramme, wie z. B. Bolsa Familia, Licht für alle, Mein Haus, Mein Leben, Mehr Ärzte u. a.

Die fundamentale Aufgabe, die sich unserem Land stellt, ist folgende: Allen, hauptsächlich jedoch den Armen, den Zugang zu den lebensnotwendigen Gütern zu verschaffen, die schreckliche Ungleichheit zu überwinden und mittels Bildung den Kindern die Gelegenheit zu vermitteln, heranzuwachsen, sich zu entwickeln und zu aktiven und humanen Bürgern zu werden.

Dieses Projekt erweckte Brasiliens Sinn für Souveränität und projizierte es mit einer unabhängigen Position auf die globale Szene, wo es nach einer neuen Weltordnung verlangt, in der die Menschheit sich selbst als Menschen erfährt, die das Gemeinsame Haus bewohnen.

Die Herausforderung für Präsidentin Dilma besteht nicht nur darin, zu konsolidieren, was bereits funktioniert und etwaige Mängel zu beheben, sondern eine neue Legislaturperiode einzuleiten, die einen qualitativen Fortschritt in allen Sphären des sozialen Lebens umfasst. Nur wenig wird zu erreichen sein, kommt es nicht zu einer politischen Reform, die ein für alle Mal der Korruption die Basis entzieht und zu einem Fortschritt in der repräsentativen Demokratie führt, die partizipatorische Demokratie mit Räten, öffentliche Anhörungen, Konsultationen der sozialen Bewegungen und anderer Institutionen der Zivilgesellschaft einschließt. Auch eine Steuerreform wird dringend benötigt, um zu Gerechtigkeit zu führen und dazu beizutragen, die abgrundtiefe soziale Ungleichheit zu verringern. Bildung und ein Gesundheitswesen wird in Zentrum des Interesses dieser neuen Legislaturperiode stehen. Ein unwissendes und kränkliches Volk wird nie in der Lage sein, auf ein besseres Leben zuzugehen. Präsidentin Dilma wird sich den sozialen Imperativen bezüglich sanitärer Grundversorgung, urbaner Mobilität mit minimal würdigen Transportbedingungen (85 % der Bevölkerung lebt in Städten), Sicherheit und der Bekämpfung der Kriminalität zuwenden müssen.

In den Debatten schlug sie eine breite Palette von Veränderungen vor. Angesichts der Ernsthaftigkeit und des Sinns für Effizienz, den sie stets zeigte, können wir sicher sein, dass diese Veränderungen stattfinden werden.

Es gibt Fragen, die in den Debatten kaum angesprochen wurden, wie die Wichtigkeit einer modernen Agrarreform, die die Landbevölkerung stabilisiert mit all den Vorteilen, die die Wissenschaft bietet. Es ist auch wichtig, das Land der indigenen Bevölkerung zu demarkieren und zu standardisieren, denn viele von ihnen sehen sich durch den Übergriff durch das Agro-Business bedroht.

Die letzte und vielleicht größte Herausforderung kommt aus dem Bereich der Ökologie. Die Zukunft des Lebens und unserer Zivilisation ist ernsthaft bedroht durch die menschengemachte Todesmaschine, die alles Leben mehrfach von der Erde löschen könnte, und durch die verheerenden Konsequenzen der Erderwärmung. Kommt es zu einem steilen Temperaturanstieg, so warnt uns die gesamte wissenschaftliche Community, könnte das Leben, so wie wir es kennen, nicht fortbestehen, und ein Großteil der Menschheit würde tödlich davon betroffen werden. Durch seinen ökologischen Reichtum spielt Brasilien eine fundamentale Rolle im Gleichgewicht unseres geplagten Planeten. Eine neue Dilma-Regierung kann diese Frage nach Leben oder Tod für unsere menschliche Spezies nicht ignorieren.

Möge der Geist der Weisheit und der Achtsamkeit Präsidentin Dilma in den schwierigen Entscheidungen, die sie treffen muss, leiten.

übersetzt von Bettina Gold-Hartnack

Wie “herzlich” ist das brasilianische Volk?

25/11/2014

Die Bezeichnung „herzlicher Mensch“ für einen Brasilianer geht auf den Schriftsteller Ribeiro Couto zurück. Dieser Ausdruck wurde durch Sergio Buarque de Holanda mit seinem bekannten Buch „Die Wurzeln Brasiliens“ (raices de Brasil, 1936) verbreitet. Hier widmete er diesem Ausdruck das gesamte 5. Kapitel. Zur Klarstellung: Im Gegensatz zu Cassiano Ricardo, der unter „Herzlichkeit“ so etwas wie Güte und Feingefühl versteht, sagte er, dass „unsere gewöhnliche Form von sozialem Zusammenleben in ihrem Kern das genaue Gegenteil von Feingefühl“ sei (S. 107 der 21. Auflage von 1989). Sergio Buarque versteht unter Herzlichkeit im strikten etymologischen Sinn das, was von Herzen kommt. Die Brasilianer sind mehr vom Herzen als von der Vernunft gesteuert. Vom Herzen kann sowohl Liebe als auch Hass kommen. „Nun,“ sagt der Autor, „Feindschaft kann ebenso herzlich sein wie Freundschaft, denn beides entsteht im Herzen“ (S. 107).
Ich schreibe dies zum besseren Verständnis der „herzlichen“ Emotionen, die in der Präsidentschaftswahl von 2014 ausbrachen. Auf der einen Seite fanden sie ihren Ausdruck in Ausbrüchen bis hin zum Fanatismus, Enthusiasmus und Liebe zu den Kandidaten, auf der anderen Seite zeigten sie sich im Hass und in überheblichen Ausdrucksweisen auf beiden Seiten der Wählerschaft. Es bestätigte sich, was Buarque de Holanda schrieb: Mangel an Feingefühl in unserem gesellschaftlichen Zusammenleben.

Möglicherweise kamen in keiner der vorigen Präsidentschafts-Wahlkampagnen „herzliche“ Gesten besser zum Ausdruck im Sinne von der Art und Weise, wie Liebe und Hass in der Welt entgegengebracht wird. Wer in den sozialen Netzwerken mitlas, dem fiel auf, wie niedrig das Bildungs- und Erziehungsniveau sein muss, wie es an gegenseitigem Respekt und sogar an einem demokratischen Verständnis mangelt, verstanden als einer Koexistenz von Unterschieden. Dieser Mangel an Respekt wirkte sich auch in den Debatten zwischen den Kandidaten aus, die vom Fernsehen übertragen wurden. Beispielsweise bezeichnete einer der Kandidaten die Staatspräsidentin als „Dirne und Lügnerin“. Dies fällt zwar unter den Begriff „herzlich“, doch es zeigt einen großen Mangel an Respekt für die Würde des höchsten Staatsamtes.

Um unsere „Herzlichkeit“ besser zu verstehen, ist es hilfreich, zwei Punkte zu benennen, die zum Erbe der Zivilisation unseres Landes gehören: die Kolonialisierung und die Sklaverei. Die Kolonialisierung rief in uns ein Gefühl der Unterwerfung hervor. Es ließ uns die politischen Strukturen, die Sprache, Religion und Gepflogenheiten der portugiesischen Kolonialherren annehmen. So wurden La Casa Grande und La Senzala geschaffen. Wie Gilberto Freiyre aufzeigte, geht es hier nicht nur um äußerliche soziale Strukturen. Diese wurden als ein heimtückischer Dualismus verinnerlicht: auf der einen Seite ist der Herr, der besitzt und alles bestimmt; auf der anderen Seite ist der Diener, der wenig besitzt und zu gehorchen hat, oder wie es sich in der sozialen Hierarchie als großes Gefälle zwischen Arm und Reich zeigt. Diese Struktur besteht noch immer in den Köpfen der Menschen und hat sich zu einem Code entwickelt, nach dem die Realität interpretiert werden muss.

Eine weitere durchaus perverse Tradition bestand in der Sklaverei. Wir dürfen nicht vergessen, dass es zwischen 1817 und 1818 eine Zeit gab, in der mehr als die Hälfte Brasiliens (50,6 %) aus Sklaven bestand. Heutzutage haben noch fast 60 % der Bevölkerung afrikanisches Sklavenblut. „Geduld, Resignation und Gehorsam“ war, was die Priester den Sklaven im Katechismus beibrachten. Den Sklavenhaltern lehrten sie „Moderation und Gutmütigkeit“, was, ehrlich gesagt, nicht sonderlich befolgt wurde. Sklaverei wurde verinnerlicht in Form von Diskrimination und Vorurteilen gegenüber den Schwarzen, die immer zu dienen hatten. Ihnen einen Lohn zu zahlen wird noch immer von vielen als Mildtätigkeit angesehen, nicht als Pflicht, denn zuvor taten Sklaven alles kostenlos, und sie denken, das müsse auch heute noch so sein. In vielen Fällen werden Angestellte, Haushaltshilfen oder Landarbeiter auf diese Weise behandelt.

Das Resultat dieser beiden Traditionen findet sich im brasilianischen kollektiven Unbewussten wieder – weniger im Sinne von Klassenkampf (den es auch gibt), als im Sinn von Sozialstatus-Konflikt. Man sagt, dass Schwarze faul seien, obwohl wir wissen, dass es die Schwarzen waren, die fast alles in unseren Städten erbauten. Menschen aus dem Norden haben keine Schulbildung, da sie in halbtrockenen Gebieten leben und harschen Umweltbedingungen unterworfen sind, doch sie sind ein sehr kreatives, cleveres und hart arbeitendes Volk. Die großen Dichter, Poeten und Schauspieler kommen aus dem Nordosten. Im heutigen Brasilien ist dies die Region mit dem größten Wirtschaftswachstum in der Größe von 2-3 %, über dem Landesdurchschnitt, doch Vorurteile verdammen sie zur Minderwertigkeit.

All diese Widersprüche unserer „Herzlichkeit“ spiegeln sich auf Twitter, Facebook und anderen sozialen Netzwerken wider. Wir sind widersprüchliche Lebewesen.

Ich führe für das Verständnis des Aufkommens von Liebe und Hass in dieser Wahlkampagne noch ein anthropologisches Argument an. Es geht um die wesentliche Zweideutigkeit der Conditio Humana. Jede und jeder von uns besitzt eine Dimension von Licht und von Dunkelheit, sym-bolisch (vereinend) und dia-bolisch (trennend). Heutzutage heißt es, wir sind gleichzeitig dement und weise (Morin), d. h. Menschen der Vernunft und Güte, und gleichzeitig der Unvernunft und des Bösen. Die christliche Tradition sagt, wir seien sowohl Heilige als auch Sünder. Der Hl. Augustinus brachte dies gut zum Ausdruck: Jeder ist Adam, jeder ist Christus, d. h. jede Person ist voller Beschränkungen und Laster, gleichzeitig aber auch Träger von Tugenden und einer göttlichen Dimension. Diese Situation ist kein Mangel, sondern ein Charakteristikum der Conditio Humana. Wir müssen herausfinden, wie wir ein Gleichgewicht zwischen diesen Kräften finden können und im besten Fall der Dimension des Lichts den Vorrang über die der Dunkelheit geben, der Dimension Jesu über die Dimension des alten Adam.

In diesen Monaten der Wahlkampagne, in der wir uns befinden, zeigte sich das „Herzliche“ im doppelten Sinn des Wortes: erfüllt von Wut und Empörung und gleichzeitig mit positiver Begeisterung und ernsthafter und selbstkontrollierter Teilnahme. Wir dürfen weder lachen noch weinen, sondern müssen versuchen zu verstehen. Doch allein zu verstehen reicht nicht. Wir müssen dringend zivilisierte Formen der „Herzlichkeit“ finden, bei denen der Wille zur Kooperation für das Gemeinwohl vorherrscht, der legitime Raum für eine ernsthafte Opposition respektiert wird und Offenheit für die anderen politischen Optionen besteht. Brasilien muss sich vereinen, sodass es gemeinsam die schwer wiegenden inneren und äußeren Probleme (Kriege von großer Zerstörungskraft und die schwere Krise des Erd-Systems und des Lebens-Systems) in einem Projekt von allen angegangen werden, damit wahr wird, wie Ignacy Sachs Brasilien nannte: „Das Land der Guten Hoffnung“.

übersetzt von Bettina Gold-Hartnack

 

 

Si conociéramos los sueños del hombre blanco…

25/11/2014

La crisis económico-financiera que aflige a gran parte de las economías mundiales ha creado la posibilidad de que los muy ricos se vuelvan más ricosde lo que nunca antes han sido en la historia del capitalismo, lógicamente acosta de la desgracia de países enteros como Grecia, España y otros, y demodo general de toda la zona del euro, tal vez con una pequeña excepción, Alemania.

Ladislau Dowbor ( http://dowbor.org), profesor de economía de la Pontificia Universidad Católica de São Paulo (PUC-SP) resumió un estudio del famoso Instituto Federal Suizo de Investigación Tecnológica (ETH) quecompite en credibilidad con las investigaciones del MIT de Harvard. En este estudio muestra como funciona la red del poder corporativo mundial,constituida por 737 actores principales que controlan los principales flujos
financieros del mundo, ligados especialmente a los grandes bancos y otrasinmensas corporaciones multinacionales. Para ellos, la crisis actual es una oportunidad incomparable de realizar el mayor sueño del capital: acumular de
forma cada vez mayor y de manera concentrada.
El capitalismo ha realizado ahora su sueño, posiblemente el último de su yalarga historia. Ha tocado techo. ¿Y después del techo? Nadie sabe. Pero podemos imaginar que la respuesta nos vendrá de otros modelos de producción y de consumo sino de la propia Madre Tierra, de Gaia, que, finita, no soporta más un sueño infinito. Ella está dando claras señales  anticipatorias, que al decir del premio Nobel de medicina Christian de Duve (véase el libro Polvo Vital: la vida como imperativo cósmico, 1997) son semejantes a aquellos que antecedieron a las grandes destrucciones ocurridasen la ya larga historia de la Tierra (3,8 miles de millones de años).
Tenemos que estar atentos pues los eventos extremos que ya estamo vivenciando apuntan a eventuales catástrofes ecológico-sociales, aun en nuestra generación.

Lo peor de todo es que ni los políticos ni gran parte de la comunidad científica ni la población se están dando cuenta de esa peligrosa realidad. Es tergiversada u ocultada, pues es demasiado antisistémica. Nos obligaría a cambiar, cosa que pocos desean.

Bien decía Antonio Donato Nobre en unestudio recientísimo (2014) sobre El futuro climático de la Amazonia: «La agricultura consciente, si supiese lo que la comunidad científica sabe (las grande sequías que vendrán), estaría en las calles con carteles exigiendo al gobierno la protección de las selvas y plantando árboles en su propiedad». Nos falta un sueño mayor que galvanice a las personas para salvar la vida enel Planeta y garantizar el futuro de la especie humana.

Mueren las ideologías. Envejecen las filosofías. Pero los grandes sueños permanecen. Ellos nos guían por medio de nuevas visiones y nos estimulan a gestar nuevas relaciones sociales, con la naturaleza y con la Madre Tierra.
Ahora entendemos la pertinencia de las palabras del cacique piel roja Seattle al gobernador Stevens del Estado de Washington en 1856, cuando éste forzó la venta de las tierras indígenas a los colonizadores europeos. El cacique no entendía por qué se pretendía comprar la tierra. ¿Se puede comprar o vender la brisa, el verdor de las plantas, la limpidez del agua cristalina y el esplendor de los paisajes? Para él la tierra era todo eso,no el suelo como medio de producción.
En este contexto piensa que los pieles rojas comprenderían el por qué de lacivilización de los blancos «si supieran cuáles son las esperanzas que transmite a sus hijos e hijas en las largas noches de invierno, cuáles sonlas visiones de futuro que ofrece para el día de mañana».

¿Cuál es el sueño dominante de nuestro paradigma civilizatorio que colocó el mercado y la mercancía como eje estructurador de toda la vida social? Es la posesión de bienes materiales, la mayor acumulación financiera posible y el disfrute más intenso que podamos de todo lo que la naturaleza y la cultur nos pueden ofrecer hasta la saciedad. Es el triunfo del materialismo refinado que alcanza hasta lo espiritual, hecho de mercancía, con laengañosa literatura de autoayuda, llena de mil fórmulas para ser felices,construida con retazos de psicología, de nueva cosmología, de religiónoriental, de mensajes cristianos y de esoterismo. Es pura engañifa para crear la ilusión de una felicidad fácil.
Así y todo, por todas partes surgen grupos portadores de nueva reverencia hacia la Tierra, inauguran comportamientos alternativos, elaboran nuevos  sueños de un acuerdo de amistad con la naturaleza y creen que el caos presente no es solo caótico, sino generativo de un nuevo paradigma decivilización que yo llamaría civilización de la religación, sintonizada conla ley más fundamental de la vida y del universo, que es la panrelacionalidad, la sinergia y la complementariedad.
Entonces habremos hecho la gran travesía hacia lo realmente humano, amigo de  la vida y abierto al Misterio de todas las cosas. Es el camino a seguir.

 

Traducción de MJ Gavito Milano

Se conoscessimo i sogni dell’uomo bianco…

25/11/2014

La crisi economica e finanziaria che ha colpito gran parte delle economie mondiali ha creato la possibilità che i ricchi diventeno sempre più ricchi di quanto non siano mai stati nella storia del capitalismo, ovviamente a scapito della miseria di interi paesi come Grecia, Spagna e altri, in generale tutta l’area dell’euro, forse con una piccola eccezione, la Germania. Ladislau Dowbor (http://dowbor.org), professore di economia presso l’Università Cattolica di São Paulo (PUC-SP) ha riassunto uno studio del famoso Istituto Federale per la Ricerca Tecnologica (ETH) che compete in credibilità di ricerca con il MIT di Harvard. In questo studio mostra come funziona la rete di potere aziendale globale, composto da 737 giocatori importanti che controllano i principali flussi finanziari mondiali, in particolare legati a le grande banche e altre grandi multinazionali. Per loro, l’attuale crisi è un’opportunità senza precedenti per realizzare l’ultimo sogno del capitale: costruire sempre più forma e maniera concentrata.

Il capitalismo ha ormai realizzato il suo sogno, forse l’ultimo della sua lunga storia. Ha raggiunto il tetto. E dopo il tetto? Nessuno lo sa. Ma possiamo immaginare che la risposta verrà a noi da altri modelli di produzione e consumo, ma proprio la Madre Terra, Gaia, che finito, non supporta più un sonno infinito. Lei sta mostrando chiari segnali anticipatori, che nelle parole del premio Nobel per la medicina Christian de Duve (vedi il libro Polvere vitale: La vita come imperativo cosmico, 1997) sono simili a quelle che ha preceduto le grandi distruzioni accadute nella lunga storia della Terra (3,8 miliardi di anni). Dobbiamo essere vigili perché gli eventi estremi che stiamo già vivendo apuntano a parecchie castatrofi eco-sociali, anche nelle nostre generazione.

Peggiore di tutto è che né i politici, né gran parte della comunità scientifica e il pubblico stanno diventando consapevoli di questa realtà pericolosa. Si è distorta o nascosta, in quanto è troppo anti-sistemica. Ci costringono a cambiare, qualcosa che pochi vogliono. Ben ha detto Antonio Donato Nobre su uno studio molto recente (2014) sul futuro del clima delle Amazzoni: “L’agricoltura consapevole, se avessi saputo ciò che la comunità scientifica sa (la più grande siccità a venire), sarebbe per le strade con cartelli chiedendo al governo proteggere le foreste e piantare alberi sulla loro proprietà”.

Abbiamo bisogno di stimolare le persone a salvare la vita sul pianeta e garantire il futuro della specie umana. Muoino le ideologie. Invecchiano le filosofie. Ma i grandi sogni restano. Ci guidano attraverso nuove conoscenze e ci stimolano alla gestazione nuove relazioni sociali con la natura e con la Madre Terra.

Ora capiamo l’importanza delle parole del capo pellerossa Seattle al Governatore Stevens dello Stato di Washington, nel 1856, quando ha costretto la vendita di terre indiane ai coloni europei. Il capo non capiva che cosa si intendeva con acquistare la terra. Si può comprare o vendere la brezza, il verde delle piante, la chiarezza cristallina dell’acqua e lo splendore del paesaggio? Per lui la terra era tutto questo, non il suolo come mezzo di produzione.

In questo contesto, pensa che i pellerossa avrebbero capito perché la civiltà dei bianchi “se sapessero che speranze trasmette a suoi figli nelle lunghe notti invernali, quali sono le sue visioni del futuro, che prevede per il giorno di domani”.

Qual è il sogno del paradigma dominante della nostra civiltà che ha messo il mercato dei beni come spina dorsale strutturale di tutta la vita sociale? E ‘il possesso di beni materiali, la più grande accumulazione finanziaria possibile e la più intensa che si possa godere di tutto ciò che la natura e la cultura in grado di offrire noi all’infinito. E’ il trionfo del materialismo raffinato che raggiunge anche il fatto spirituale, con la consulenza della letteratura di autoaiuto, piena di mille modi per essere felici, costruita con pezzi di psicologia, nuova cosmologia, religione orientale, messaggi cristiani e esoterismo. E’ pura bugia per creare l’illusione di una facile felicità.

Eppure, in tutto il mondo sorgono nuovi gruppi di attori con una nuova riverenza per la Terra, inaugurarno comportamenti alternativi, lo sviluppo di nuovi sogni d’accordo di amicizia con la natura e credo che questo caos non è solo caotico, ma generativo di un nuovo paradigma che io vorrei chiamare la civiltà de la religazione, sintonizzata alla legge fondamentale della vita e dell’universo, che è panrelacionalità, sinergia e complementarità.

Poi abbremo fatto il grande viaggio al veramente umano, amante della vita e aperto al mistero di tutte le cose. O si cambia o continuaremo per una strada triste. E’ il cammino da percorrere.

Traduzione di M. Gavito e S. Toppi

Política y diálogo en el contexto de la relección de Dilma Rousseff

24/11/2014

La reelección de Dilma Rousseff propicia reflexiones sobre varias formas de hacer política de partido. Hacer política es buscar o ejercer concretamente el poder. Que quede claro lo que Max Weber escribió en su famoso texto La Política como vocación: «Quien hace política busca el poder. Poder como medio al servicio de otros fines o el poder por sí mismo, para disfrutar del prestigio que él confiere».

Este último modo de poder político ha sido ejercido durante casi todo el tiempo de nuestra historia por las élites a fin de beneficiarse de él, olvidando que el sujeto de todo poder es el pueblo. Se trata del famoso patrimonialismo tan bien denunciado por Raimundo Faoro en su clásico Los dueños del poder.

Veo cinco formas de ejercicio del poder.

Primero, la política del puño. Se trata del poder ejercido de arriba abajo y de forma autoritaria. Hay un solo proyecto político, aquel del detentador del poder que puede ser un dictador o una clase dominante. Ellos simplemente imponen el proyecto y aplastan los alternativos. Fue lo que más ha habido en la historia brasilera, especialmente bajo la dictadura militar.

Segundo, la política de la palmadita en la espalda. Es una forma disimulada de poder autoritario. Pero se diferencia de la anterior porque esta se abre a los que están fuera del poder pero para engancharlos al proyecto dominante. Obtienen algunas ventajas mientras no constituyan otro proyecto alternativo. Es la conocida política paternalista y asistencialista que desfibró la resistencia de la clase obrera y corrompió a tantos artistas e intelectuales. Funcionó entre nosotros, especialmente desde Vargas en adelante.

Tercero, la política de manos tendidas. El poder es distribuido entre varios portadores que hacen alianzas entre sí bajo la hegemonía del más fuerte. Hay alianzas entre el partido vencedor con los demás partidos aliados para garantizar la gobernabilidad. Es el presidencialismo de coalición parlamentaria. Ese tipo crea favoritismos, disputas de puestos importantes en el Estado e incluso corrupción. Fue lo que ocurrió en los últimos años.

Cuarto, la política de manos entrelazadas. Parte del hecho básico de que el poder está repartido en los movimientos e instituciones de la sociedad civil y no solo en la sociedad política, en los partidos y en el Estado. Ese poder social y político puede convergir en algo benéfico para todos. Se trata de la gran discusión actual que prevé la participación de los movimientos sociales y de los consejos para, junto con el Parlamento y el Ejecutivo, definir políticas públicas. Se busca una democracia participativa que enriquezca la representativa. Negar esta forma es no querer democratizar la democracia y permanecer en la actual, que es de baja intensidad.

Especificando: la política de las manos entrelazadas sucede cuando el jefe del Estado se propone un amplio diálogo con todos en torno a un proyecto común mínimo. El presupuesto es: por encima de las diferencias y de los intereses en conflicto, existe en la sociedad la idea de qué país queremos, la solidaridad mínima, la búsqueda del bien común, la observación de reglas consensuadas y el respeto a valores de sociabilidad sin los cuales nos volveríamos una jauría de lobos. Las manos extendidas pueden entrelazarse colectivamente. Pero para eso, se necesita ejercitar el diálogo que implica oír a todos y buscar convergencias en la línea del gana-gana y no del gana-pierde. Es la ética en la política y de la buena política verdaderamente democrática.

Finalmente tenemos la política como seducción, en el mejor sentido de la palabra, subyacente a la propuesta de la presidenta Dilma. Ella propone un diálogo abierto con todos los actores políticos, también del área popular. Urge seducir al 48% que no votó por ella para que secunden un proyecto de Brasil que beneficie a todos a partir de la inclusión de los más castigados, de la creación de un desarrollo ecológica y socialmente sostenible que genere empleos, mejores salarios, redistribución del ingreso, cree un transporte decente y más seguridad para los ciudadanos, además de cuidado hacia la naturaleza y la potenciación de un horizonte de esperanza para que el pueblo pueda reencantarse con la política.

Se necesita ser enemigo de sí mismo para estar contra tales propósitos. El arte de ese diálogo es reencantar la política de las cosas y seducir a las personas para ese sueño bienaventurado.

Para eso es obligatorio mirar hacia delante. Quien ganó las elecciones debe mostrar magnanimidad y quien las perdió, humildad y disposición de colaborar con vistas al bien común.

¿Es idealismo? Sí, pero en su sentido profundo. Una sociedad no puede vivir sólo de estructuras, burocracia y disputas ideológicas en torno del poder. Tiene que suscitar la cooperación de todos y alimentar sueños de mejoría permanente que incluyan y beneficien lo más posible a todos, para superar nuestra espantosa desigualdad social.

Razón tienen las comunidades eclesiales de base cuando cantan: «Sueño que se sueña solo es pura ilusión. Soñar que se sueña juntos es señal de solución. Entonces, vamos a soñar juntos, soñar en colaboración».

Ésta es la convocación supra-partidaria que la presidenta Dilma está haciendo al Parlamento, a los movimientos populares y a toda la nación. Sólo así se vacía el discurso de las divisiones, de los prejuicios contra ciertas regiones y se sanan las llagas producidas en el ardor de la campaña electoral con todos sus excesos de una parte y otra.

Politics and dialogue in light of Dilma Rousseff’s re-election

23/11/2014

The re-election of Dilma Rousseff calls for reflection on the various forms of party politics. To engage in politics is to seek or to concretely exercise power. That illuminates what Max Weber wrote in his famous text, Politics as a vocation: «Who engages in politics seeks power: Power as a means to serve other ends or power for its own sake, to enjoy the prestige it brings».

This last type of political power has been exercised throughout most of our history by the elites, for their own benefit, forgetting that the people is the subject of all power. It is about the famous patrimonialism so clearly denounced by Raimundo Faoro in his classic, The Owners of Power.

I see five forms of exercising power.

First, the politics of the fist. This is power exercised from the top, and in an authoritarian form. There is only one political project, that of those who hold power, which can be a dictator or a dominant class. They simply impose their plans and crush the alternatives. This is what has occurred most often in Brazilian history, especially under military dictatorships.

Second, the politics of the little pat on the back. This is a covert form of authoritarian power. But it is different from the previous one, because it is open to all who are out of power, but it seeks to lure them to the dominant plan. They obtain some advantages so long as they do not constitute an alternative. It is the well known paternalistic and assistance politics that undermined the resistance of the working class and corrupted so many artists and intellectuals. It functioned among us, especially since the time of Vargas.

Third, the politics of the out-stretched hands. Here, power is distributed among several carriers, who form alliances under the hegemony of the strongest. The alliance between the winning party and other allied parties guarantees governability. It is the presidentialization of the parliamentary coalition. This type creates favoritism, disputes for important positions in the State and even corruption. It is what has happened in recent years.

Fourth, the politics of the intertwined hands. It starts from the basic fact that power is distributed among all the movements and institutions of civil society, not just those of the political society, political parties and the State. That type of social and political power can converge into something beneficial for all. It is about the present great debate that foresees the participation of the social movements and the councils in order, together with the Parliament and the Executive, to define public policies. A participatory democracy is sought to enrich the representative one. To oppose this form is to oppose democratizing democracy, and to keep the present, low intensity one.

Specifically: the politics of the intertwined hands occurs when the head of State proposes a broad dialogue with everyone, on a minimum common project. The proposal is that; above all the differences and conflicting interests, there exists in society the idea of what kind of country we want, the minimum solidarity, the search for the common good, the observation of agreed-upon rules and respect for the values of sociability, without which we would become a pack of wolves. The extended hands can collectively intertwine. But to achieve that, there must be a dialogue that listens to everyone and searches for agreements that are win-win and not win-lose. It is ethics in politics and good, truly democratic, politics.

Finally there is the politics as seduction, in the best meaning of the word, that underlies the proposal of President Dilma. She proposes an open dialogue with all the political actors, and the popular sector. It is urgent to seduce the 48% that did not vote for her so that they may support a Brazilian Project that benefits all, starting with the inclusion of the most ostracized, the creation of an ecological and socially sustainable development that generates jobs, better salaries, and the redistribution of income, one that creates decent transportation and greater security for the citizenry, besides caring for nature and promoting a horizon of hope, so that the people may find politics enchanting again.

We would have to be our own enemy to be against these goals. The art of that dialogue is to make politics enchanting again, and to seduce people towards that blessed dream.

For that we must look forward. Those who won the elections must be magnanimous, and those who lost them, must show humility and a willingness to cooperate, looking towards the common good.

Idealistic? Yes, but in its deeper meaning. A society cannot live only through structures, bureaucracy, and ideological disputes about power. It must elicit the cooperation of all and nourish the dreams of permanent improvement, one that to the extent possible, includes and benefits as many as possible, in order to overcome our terrifying social inequality.

The ecclesiastical base communities are correct when they sing: «Dream that to dream alone is only pure illusion. Dream that to dream together is a sign of a solution. So, let’s dream together, let’s dream in collaboration».

This is the supra-party convocation that President Dilma is making to the Parliament, to the popular movements and to all the nation. Only in this way can we overcome the talk of division and prejudices against certain regions, and can we heal the wounds produced in the heat of the electoral campaign, with all its excesses by both sides.

Free translation from the Spanish by
Servicios Koinonia, http://www.servicioskoinonia.org.
Done at REFUGIO DEL RIO GRANDE, Texas, EE.UU.

Características do novo paradigma cosmológico emergente

23/11/2014

Muito se fala hoje de quebra de paradigmas. Mas há um grande paradigma, formulado já há quase um século, que oferece uma leitura unificada do universo, da história e da vida. Ousamos apresentar algumas figuras de pensamento que o caracterizam.

1) Totalidade/diversidade: o universo, o sistema Terra, o fenômeno humano estão em evolução e são totalidades orgânicas e dinâmicas construídas pelas redes de interconexões das múltiplas diversidades. Junto com a análise que dissocia, simplifica e generaliza, faz-se mister síntese pela qual fazemos justiça a esta totalidade. É o holismo, não como soma, mas como a totalidade das diversidades orgânicamente interligadas.

2) Interdependência/re-ligação/autonomia relativa: todos os seres estão interligados pois um precisa do outro para existir e coevoluir. Em razão deste fato há uma solidariedade cósmica de base que impõe limites à seleção natural. Mas cada um goza de autonomia relativa e possui sentido e valor em si mesmo.

3) Relação/campos de força: todos os seres vivem numa teia de relações. Fora da relação nada existe. Junto com os seres em si, importa captar a relação entre eles. Tudo está dentro de campos pelos quais tudo tem a ver com tudo.                                                                                            4) Complexidade/interioridade: tudo vem carregado de energias em diversos graus de intensidade e de interação. Matéria não existe. É energia altamente condensada e estabilizada e quando menos estabilizada como campo energético. Dada a interrelacionalidade entre todos, os seres vem dotados de informações cumulativas, especialmente os seres vivos superiores, portadores do código genético. Este fenômeno evolucionário vem mostrar a intencionalidade do universo apontando para uma interioridade, uma consciência  supremamente complexa. Tal dinamismo faz com que o universo possa ser visto como uma totalidade inteligente e auto-organizante. Quanticamente o processo é indivisível mas se dá sempre dentro da cosmogênese como processo global de emergência de todos os seres. Esta compreensão permite colocar a questão de um fio condutor que atravessa a totalidade do processo cósmico que tudo unifica, que faz o caos ser generativo e a ordem sempre aberta a novas interações (estruturas dissipativas de Prigogine). A categoria Tao, Javé e Deus heuristicamente poderiam preencher este significado.

4) Complementariedade/reciprocidade/caos: toda a realidade se dá sob a forma de partícula e onda, de energia e matéria, ordem e desordem, caos e cosmos e, a nível humano, da forma de sapiens e de demens. Tal fato não é um defeito, mas a marca do processo global. Mas são dimensões complementares.

5) Seta do tempo/entropia: tudo o que existe, pre-existe e co-existe. Portanto a seta do tempo confere às relações um caráter de irreversibilidade. Nada pode ser compreendido sem uma referência à sua história relacional e ao seu percurso temporal. Ele está aberto para o futuro. Por isso nenhum ser está pronto e acabado, mas está carregado de potencialidades. A harmonia total é promessa futura e não celebração presente. Como bem dizia o filósofo Ernst Bloch: “o gênesis está no fim e não no começo”. A história universal cái sob a seta termodinâmica do tempo, quer dizer: nos sistemas fechados (os bens naturais limitados da Terra) deve-se tomar em conta a entropia ao lado da evolução temporal. As energias vão se dissipando inarredavelmente e ninguém pode nada contra elas. Mas o ser humano pode prolongar as condições de sua vida e do planeta. Como um todo, o universo é um sistema aberto que se auto-organiza e continuamente transcende para patamares mais altos de vida e de ordem. Estes escapam da entropia (estruturas dissipativas de Prigogine) e o abrem para a dimensão de Mistério de uma vida sem entropia e absolutamente dinâmica.

6) Destino comum/pessoal: Pelo fato de termos uma origem comum e de estamos todos interligados, todos temos um destino comum num futuro sempre em aberto. É dentro dele que se deve situar o destino pessoal e de cada ser, já que em cada ser culmina o processo evolucionário. Como será este futuro e qual seja o nosso destino terminal caem no âmbito do Mistério e do imprevisível.

7) Bem com cósmico/bem comum particular: O bem comum não é apenas humano mas de toda a comunidade de vida, planetária e cósmica. Tudo o que existe e vive merece existir, viver e conviver. O bem comum particular emerge a partir da sintonia com a dinâmica do bem comum universal.

8) Criatividade/destrutividade: O ser humano, homem e mulher, no conjunto dos seres relacionados e das interações, possui sua singularidade: é um ser estremamente complexo e co-criativo porque intervem no ritmo da natureza. Como observador está sempre inter-agindo com tudo o que está à sua volta e esta inter-ação faz colapsar a função de onda que se solidifica em partícula material (princípio de indeterminabilidade de Heisenberg). Ele entra na constituição do mundo assim como se apresenta, como realização de probabilidades quânticas (partícula/onda). É também um ser ético porque pode pesar os prós e os contras, agir para além da lógica do próprio interesse e em favor do interesse dos seres mais débeis, como pode também agredir a natureza e dizimar espécies (nova era do antropoceno).

9) Atitude holístico-ecológica/antropocentrismo: A atitude de abertura e de inclusão irrestrita propicia uma cosmovisão radicalmente ecológica (de panrelacionalidade e re-ligação de tudo), superando o histórico antropocentrismo. Favorece outrossim sermos cada vez mais singulares e ao mesmo tempo, solidários, complementares e criadores. Destarte estamos em sinergia com o inteiro universo, cujo termo final se oculta sob o véu do Mistério situado no campo da impossibilidade humana.

10) O possível se repete. O impossível acontece: o Mistério.

 

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