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Brasiliens Schande in Fussball gegen Deutschland

15/07/2014

 

        Das Halbfinale-Spiel Brasilien gegen Deutschland am 8. Juli in Belo Horizonte endete mit einem verdienten Sieg der deutschen Mannschaft und einer vernichtenden, beschämenden Niederlage des brasilianischen Teams. Sie ist in der hundertjährigen Geschichte des brasiliani-schen Fußballs ohnegleichen. In allen Städten des Landes hatten die Menschen Straßen und Plätze bevölkert, Millionen waren es. Die meisten waren in grün-gelben Nationalfarben gekleidet; sie verbreiteten nationale Euphorie. Unter keinen Umständen hatten sie sich eine solche Demütigung auch nur im Entferntesten vorstellen können. Doch das Unvorstellbare geschah. Und das hat auch viel mit dem Land und seiner Kultur zu tun.

Es gibt aus meiner Sicht mehrere Gründe für das 1:7-Desaster gegen Deutschland. Auch in Brasilien hatten viele einen deutschen Sieg erwartet. Die deutsche Mannschaft hat, wie andere europäische Mannschaften, das Spiel und seine Strategie modernisiert. In Europa werden die Spieler sorgfältig auf Ausdauer und Geschwindigkeit trainiert. Sie werden auch ständig psychologisch begleitet. Sie werden zweitens so ausgebildet, dass sie auf vielen Positionen spielen können. Und drittens lernen sie, einen starken Teamgeist zu entwickeln. So gibt es in Europa hervorragende Spieler, denen es nicht darauf ankommt, als Stars herauszuragen. Sie wissen, dass sie nur dann gut sind, wenn sie mann- schaftsdienlich spielen und Teamgeist haben.

Arroganz und Überheblichkeit – das sind die wahren Gründe für die furchtbare Niederlage gegen Deutschland. Das war nicht das Brasilien, das wir kennen. Es war aber der Fußball, den die Nationalmannschaft gespielt hat, deren Trainer so in ihrer Arroganz festgefahren waren, dass sie von anderen nichts lernen wollten. Wir verloren durch deren Arroganz und Ignoranz. Wir verloren durch die Übererwartung, durch die falschen Heilsversprechen.

Wie zu erwarten, wurden nach der erschreckenden Niederlage auch Rechtfertigungen geliefert: Mit Neymar, dem Wun- derspieler, und Thiago Silva, dem Abwehrchef, wäre das nicht passiert! Nein, das erklärt gar nichts. Auch wenn elf Neymars auf dem Spielfeld gewesen wären, die Mannschaft aber ungeordnet, wäre das Spiel verloren worden. Wir haben verloren, weil wir schlecht gespielt haben und weil es uns nicht gelungen ist, uns die Errungenschaften anzueignen, die der technische und künstlerische Fußball in vielen Teilen der Welt erreicht hat. Und wir haben keine Mannschaft gebildet.

Persönlich tun mir die „brasileirinhos“ sehr leid, die Fans, die unsere Mannschaft mit Gesängen und Schlachtrufen angefeuert haben. Die meisten fühlen sich nun geradezu verwaist. Für diese ist Brasilien ein vielfältiges und vielfältig gespaltenes Land, das kaum etwas hat, was gut funktioniert. Das Gesundheitssystem ist nur für die Reichen gut, das Bildungssystem ebenso, das Verkehrswesen marode, die Sicherheit schlecht, die Polizei dafür oft brutal.

Wir sind in fast nichts gut. Abgesehen von Karneval, sind wir sind ein gastfreundliches und verspieltes Volk, das bei allem Zorn über die Zustände im Land immer wusste: Wenigstens Fußball können wir spielen. Dies gab dem einfachen Volk Selbstbewusstsein. Jetzt aber können wir noch nicht mal mehr sagen: Wenigstens im Fußball sind wir gut. Natürlich wird das brasilianische Team wieder Spiele gewinnen, wird es großartige brasilianische Fußballer geben. Doch dieser Dienstag, der 8. Juli 2014, wird uns noch lange Jahre als trauriger Tag der Demütigung in Erinnerung bleiben: Deutschland hat uns sieben zu eins besiegt. Weil uns wichtige Tugenden fehlten: Teamgeist, Solidarität, Demut, Lernbereitschaft.

Diese Qualitäten verhalfen den Deutschen zum Sieg über Brasilien. Und die brasilianische Mannschaft? Sie war in aller Munde, sie wurde überhöht. Die ganze Nation schien sich darin einig zu sein, dass wir die Heimat des Fußballs sind, dass wir fünfmal Weltmeister waren und deshalb auch das sechste Mal siegen würden. Haben wir nicht König Pelé und den Kronprinzen Neymar? Die Medien haben Mythen, Heldenfiguren, Halbgötter und Götter geschaffen. Die Euphorie der großen Marketingagenturen hat die Bevölkerung angesteckt. Für die Mehrheit der Brasilianer war der Sieg so gut wie sicher. Was sollte passieren, wo doch das Spiel im eigenen Land ausgetragen wurde?

Die Euphorie, die quasireligiöse Überhöhung haben die Bevölkerung nicht auf das vorbereitet, was für alle Sportarten gilt: Einer gewinnt, und einer verliert. Die Mehrheit hätte sich nicht einmal im Traum vorstellen können, dass Brasilien jemals eine solch demütigende Niederlage würde hinnehmen müssen. Der Sieg wurde vorgefeiert, die Juchee-Juchee-Rufe schon vor dem Anstoß angestimmt. Auch, weil in einem sozial, kulturell und politisch so gespaltenen Land wie Brasilien der Fußball zu einer Art ziviler Religion wird, der alle anhängen, über alle Gräben hinweg.

Diese Selbstüberschätzung begünstigte die Fehler, die Luis Felipe Scolari machte, der Trainer der brasilianischen National- elf. Dank der siegreichen Vergangenheit fühlte sich die Mannschaft so sehr überlegen. Jeder Spieler möchte seine Solo-Nummer hinlegen. Der Teamgeist bleibt auf der Strecke.

Er glaubte, nichts von den anderen Teams lernen zu müssen. Der brasilianische Fußball hat sich auf seinen Lorbeeren ausgeruht und jede Demut vergessen, die man braucht, wenn man etwas lernen will. Währenddessen entwickelte sich in Europa, aber auch in Lateinamerika, das Spiel weiter, in Kolumbien zum Beispiel oder in Costa Rica. Neue Taktiken kamen ins Repertoire und neue Aufstellungsvarianten. Nichts davon fand aber die Zustimmung der brasilianischen Trainer, insbesondere nicht die des große Felipe. Er ist eine paternalistische Figur, streng, aber gü- tig, von den Spielern geliebt und im Allgemeinen vom Publikum geachtet. Er hielt jedoch an den Strategien fest, die in der Ver- gangenheit zum Erfolg geführt hatten, in der Gegenwart aber nicht mehr halfen.

Die Niederlage hat darüber hinaus mit dem traditionellen und erbitterten Individualismus der Spieler zu tun, dem Trainer Scolari keinen Einhalt geboten hat. Jeder Spieler möchte eine Solonummer hinlegen, auch um seine Position bei eventuellen Verhandlungen mit großen ausländischen Mannschaften zu verbessern. Es ist ihm ferner nicht gelungen, eine Mannschaft mit Teamgeist zu entwickeln, bei der die Gruppe zählt und die Spieler mannschaftsdienlich spielen. Er ließ die Spieler vagabundieren. So bildeten sich die unverzeihlichen Lücken auf dem Spielfeld, die dann Deutschlands Spieler trefflich zu nutzen wussten. Und irgendwann hatte man den Eindruck, da spiele ein Vorstadtverein gegen eine bekannte und internationale Fussbalmannschaft.

Die deutsche Nationalmannschaft verdient Lob dafür, dass sie ihren Sieg diskret gefeiert, dass sie sich nicht mit ihm gebrüstet hat. Auch deshalb haben ihnen am Ende die Brasilianer applaudiert.

Leonardo Boff, der an der UNI 1970 promoviert hat.

Veröffentlicht in Süddeutsche Zeitung  Freitag, 11. Juli 2014

 

The pact of the catacombs as lived by Pope Francis

14/07/2014

On November 16, 1965, when Vatican Council II (1962-1965) was ending, some bishops, encouraged by Dom Helder Camara, celebrated a Mass in the Catacombs of Saint Domitilla and made the Pact of the Catacombs of the Church, slave and poor. They proposed for themselves ideals of poverty and simplicity, leaving their palaces and living in simple houses or apartments. Now with Pope Francis this pact is gaining real meaning. It is worth remembering the commitments undertaken by the bishops.

«We bishops, gathered in Vatican Council II, conscious of the deficiencies of our lives of poverty according to the Gospels; encouraged each by the others, in an initiative in which each of us would seek to avoid exceptionality and presumption; united with all our brothers in the episcopacy; counting above all on the grace and strength of Our Lord Jesus Christ, with the prayers of the faithful and of the priests of our respective dioceses; putting ourselves with thought and prayer before the Trinity, before the Church of Christ, and before the priests and the faithful of our dioceses, with humility and conscious of our weaknesses, but also with all the determination and strength that God wishes to give us as His grace, we commit ourselves to the following:

1) We will undertake to live according to the ordinary way our population lives, in what concerns housing, food, means of transportation and all that follows from that.

2) We renounce for ever the appearances and the reality of wealth, especially in dress (rich textiles, flashy colors, insignia of precious metals). Those symbols must certainly be evangelical: neither gold nor silver.

3) We will posses neither private property nor furniture, no bank accounts, etc., in our name; and if it would be necessary to have them, we will put everything in the name of our dioceses, or of the charitable social organs.

4) Whenever possible we will trust the financial and material issues of our dioceses to competent lay commissions who are conscious of their apostolic role, in the service of being less administrators than pastors and apostles.

5) We will refuse to be called, orally or in writing, by names and titles that imply greatness and power (Eminence, Excellence, Monsignor…). We prefer to be called by the evangelical name of Father.

6) In our behavior and in our social relations we will avoid all that could appear to be concessions to privilege, priorities or any preference for the rich and the powerful (i.e.: banquets offered or accepted, social classes in religious services).

7) Likewise, we will avoid encouraging or flattering the vanity of anyone, with an eye to recompense, or to seeking gifts, or for any other reason. We will invite our faithful to consider their gifts as a normal participation in the cult, the apostolate and social action.

8) We will give all that is necessary of our time, reflection, heart, means, etc. to the pastoral and apostolic service of individuals and labor groups, and the economically weak and underdeveloped, without harming other persons or groups of the diocese. We will support the lay, religious, deacons or priests whom the Lord calls to evangelize the poor and the workers, sharing their life and labor.

9) Conscious of the demands of justice and charity, and of their inter-relationship, we will strive to transform the works of “beneficence” into social works based on charity and justice, that take into account all men and women, as a humble service to competent public organisms.

10) We will do everything possible to see that those responsible for our government and for our public services decide and put into practice the laws, structures and social institutions necessary for justice, equality, and the harmonious and full development of the complete man in all men, and, this way, to bring about a different social order, a new one, worthy of the children of men and of the children of God.

11) Since the collegiality of the bishops finds its best evangelical realization in the service in common with the majorities in a state of physical, cultural and moral misery ―two thirds of humanity― we commit ourselves:

-to participate, according to our means, in the urgent investments of the episcopates of the poor nations;

-to seek together, at the level of the international organisms, always offering the witness of the Gospels as Pope Paul VI did in the United Nations, the adoption of economic and cultural structures that, instead of creating more poor nations in a world that is ever richer, allow the impoverished majorities to escape their misery.

12) We commit ourselves to share our lives, in pastoral charity, with our brothers in Christ, the priests, the religious, and the lay, so that our ministry constitutes a true service; thus:

-we will strive to “review our life” with them;

-we will search for collaborators who are more animators according to the Spirit than chiefs according to the world;

-we will try to make ourselves more humanly present and welcoming;

-we will be open to all, no matter what their religion may be.

13) When we return to our dioceses, we will make known to our diocesan our resolution, asking them to help us with their understanding, their collaboration and their prayers.

May God help us to be faithful».

Are not these the ideals presented by Pope Francis?Free translation from the Spanish sent by
Melina Alfaro, alfaro_melina@yahoo.com.ar,
done at REFUGIO DEL RIO GRANDE, Texas, EE.UU.

Deslumbramento e humilhação: o jogo Brasil e Alemanha

10/07/2014

O jogo para as semi-finais entre Brasil e Alemanha do dia 8 de julho no grande estádio de Belo-Horizonte significou uma justa vitória da seleção alemã e uma arrasadora e vergonhosa derrota brasileira. Milhões estavam nas praças e ruas de todas as cidades. A atmofera de euforia dos brasileiros, a maioria enfeitados de verde-amarelo, as cores nacionais, não toleraria jamais, sequer por imaginação, semelhante humilhação. E ela caiu como um raio em céu azul.

Vejo duas razões básicas que explicam o resultado final de 7×1 gols em favor da Alemanha. Os alemães, bem como outros times europeus, renovaram as estratégias e as formas de jogar futebol. Investiram, a meu ver, em três pontos básicos: cuidadoso preparo físico dos jogadores para ganharem grande resistência e velocidade; em segundo lugar, preparar craques individuais que pudessem jogar em qualquer posição e correr todo o campo e por fim criar um grande sentido de conjunto. Excelentes jogadores que não pretendem mostrar sua performance individual mas sabem se integrar no grupo formando um grupo coeso, tornam-se fortes favoritos em qualquer competição. Não que sejam invencíveis, pois vimos que, jogando com os USA, a seleção alemã teve grande dificuldade em ganhar. Mas as referidas qualidades foram o segredo da vitória alemã sobre o Brasil.

A grande questão foi a seleção brasileira. Criou-se quase como consenso nacional de que somos a pátria do futebol, que somos ganhadores de 5 copas mundiais, que temos o rei Pelé e craques excepcionais como Neymar e outros. Houve por parte da midia corporativa e das agências de apoio, a criação do mito do “Jogador da Copa”, elevado a herói e quase a um semi-deus. Esta atmosfera de euforia que atendia ao marketing das grandes empresas apoiadoras,, acabaram contaminando a mentalidade popular. Poderíamos perder, mas por pouco. Mas, para a grande maioria, a vitória era quase certa, ainda mais que os jogos estavam se realizando no próprio pais.

Essa euforia generalizada não preparou a população para aquilo que é próprio do esporte: a vitória ou a derrota ou o empate. A maioria jamais poderia imaginar, nem por sonho, que poderíamos conhecer uma derrota assim humilhante. A vitória era celebrada por antecipação. Grave equívoco, em grande parte, induzido pela mídia do oba-oba e da euforia, orquestrada por uma famosa rede de TV e seus comentaristas.

Mas houve também um penoso erro por parte da comissão técnica brasileira. Pelo nosso passado glorioso, ela julgou-se mestra a ponto de pretender ensinar aos outros como deve ser o futebol. Ficou sentada sobre as glórias do passado. Não se renovou.

Enquanto isso, em outros lugares, na Europa, especialmente na Alemanha e na Espanha mas também na América Latina como na Colômbia e em Costa Rica se desenvolvia uma nova compreensão do futebol, criaram-se novas táticas e formas de distribuir as posições dos jogadores em campo. Nada disso foi aproveitado pela comissão técnica brasileira, especialmente seu treinador Luis Felipe Scolari (chamado de Felipão). É uma figura paternal, severa e terna ao mesmo tempo, amada pelos jogadoras e, em geral, respeitada pelo público. Mas é teimoso e persistente em suas fórmulas, boas para o passado, mas inadequadas e questionáveis para o presente. Ele não se deu conta de que o mundo do futebol havia se transformado profundamente, embora tenha trabalhado fora do Brasil.

Não conseguiu duas coisas que permitem entender o fracasso fragoroso da seleção brasileira. Scolari não desestimulou o tradicional e exacerbado individualismo dos jogadores. Cada qual quer mostrar sua boa performance, quer dar o seu show particular, até em vista de eventual contratação por grandes times estrangeiros. Em segundo lugar, não conseguiu criar um grupo coeso com espírito de grupo. Os jogos deveriam colocar  o ênfase no grupo e em seguida nas qualidades específicas de cada jogador. Deixou os jogadores dispersos. Criaram vácuos inadmissíveis no meio do campo. Não souberam marcar os principais craques do time adversário.

Os alemães se deram conta desta fraqueza estrutural da seleção brasileira. Souberam explorá-la com habilidade. Nos primeiros minitos marcaram já o primeiro gol aos 29 minutos do primeiro tempo já era 5 a 0.

Tal desastre futebolístico criou uma espécie de pane na seleção brasileira. Ficou totalmente desnorteada. Falatou-lhe a serenidade diante das dificuldades e deixaram-se tomar pela desorientação. O próprio treinador Felipão Scolari não soube fazer as substitiuições necessárias. Estas ocorreram apenas no segundo tempo.

O jogo parecia uma disputa de um time suburbano e popular enfrentando uma seleção de nîvel internacional. Isso não era o futebol que sempre conhecíamos, cujos dirigentes não quiseram aprender nada dos outros, fechados em sua arrogância. Perdemos por arrogantes e ignorantes.
Tivéssemos 11 Neymares em campo sem um grupo coeso e ordenado, o resultado não seria tão diferente. Perdemos porque jogamos mal e jogamos mal porque não soubemos nos apropriar do novo que se ensaiou fora do Brasil. E não formamos um grupo articulado e versátil.

Sinto, pessoalmente, grande pena dos “brasileirinhos”  que com entusiasmo torceram pela seleção, como bem escreveu o jornalista André Trigueiro. A maioria agora se sente órfã. Aqui, nesse país pluridiverso, com uma população hospitaleira e lúdica, para ela quase nada funciona bem nem a saúde, nem a educação, nem o transporte e nem a segurança. Tirando o carnaval, não somos bons em quase nada, dizem. Mas pelo menos somos bons no futebol. Isso dava ao simples povo o sentido de auto-estima. Agora nem mais podemos apelar para o futebol. Por muitos e muitos anos esta terça-feira sinistra de 8 de julho de 2014 com 7 gols a 1 para a Alemanha nos acompanhará como uma sombra funesta. Mas o povo que suportou já tantas adversidades saberá dar a volta por cima. Ele detem uma resiliência histórica como poucos.

Espero apenas uma coisa: que a elite que, na abertura, vergonhasamente vaiou a Presidenta com palavrões indizíveis não volte a envergonhar o Brasil diante do mundo, quando ela entregar a taça ao vencedor. Como tais elites não costumam  frequentar  os estádios e têm pouco compromisso com o Brasil mas muito mais com seus privilégios serão capazes de renovar este  ato despudorado. Elas apenas mostrariam como se comportam diante do povo e do seu próprio país:com soberano desdém, pois sofrem por não viver em Miami ou em Paris e se sentirem condenadas a  viver acumulando aqui no Sul do mundo.

Menção honrora merece a seleção alemã que foi discreta na celebração e não se prevaleceu sobre uma vitória tão deslumbrante. E o povo brasileiro soube  entender esta atitude  e  lhe reconheceu a dignidade na vitória aplaudindo-a, pois se mostrou realmente melhor.

*Leonardo Boff é  escritor

 

Fußball als universale säkulare Religion

09/07/2014

Die zurzeit in Brasilien stattfindende Fußball-Weltmeisterschaft sowie andere große Fußball-Ereignisse nehmen allmählich religiöse Züge an. Im Leben von Millionen von Menschen hat Fußball, die vermutlich weltweit am meisten verbreitete Sportart, den Platz eingenommen, der früher der Religion zukam. Manche Religionswissenschaftler wie Emil Durkheim und Lucien Goldmann, um nur zwei der maßgeblichsten zu nennen, sagen, es handele sich bei Religion nicht um ein System von Vorstellungen, sondern vor allem um „ein System von Kräften, das Menschen dazu mobilisiert, sich zur höchsten Begeisterung aufzuschwingen“ (Durkheim). Glaube wird immer mit Religion assoziiert. Weiterhin heißt es in dem berühmten Buch desselben klassischen Soziologen „Die elementaren Formen religiösen Lebens“: Glaube ist vor allem Wärme, Leben, Enthusiasmus, Begeisterung des spirituellen Lebens, Erhebung des Individuums über sich selbst hinaus“ (S. 607). Und Lucien Goldmann, Religionssoziologe und Pascalscher Marxist, schlussfolgert: „Glauben heißt beteuern, dass Leben und Geschichte einen Sinn ergeben; Absurdität existiert zwar, doch sie dominiert nicht.“

Daher verkörpert Fußball für viele Menschen religiöse Charakterzüge: Glaube, Enthusiasmus, Wärme, Begeisterung, ein Kräftefeld und ein andauerndes Vertrauen darin, dass das eigene Team gewinnen wird.

Die Eröffnungszeremonie der Spiele erinnert uns an eine große religiöse Zelebration voller Verehrung, Respekt, Stille, gefolgt von lautem Applaus und begeisterten Rufen; ausgefeilte Rituale mit Musik und szenischen Darstellungen der verschiedenen im Land verbreiteten Kulturen; Präsentation der Symbole des Fußballs (die Standarten und Flaggen), insbesondere der Pokal, der als wahrhaft sakraler Kelch fungiert, ein von allen angestrebter Heiliger Gral. Und dann gibt es noch, mit allem Respekt, den Ball, der als eine Art Hostie fungiert, die unter allen geteilt wird.

Im Fußball wie in der Religion, wenn wir den Katholizismus als Bezugspunkt wählen, gibt es elf Apostel (Judas zählt nicht), welche die elf Fußballspieler sind, die gesandt wurden, ein Land zu repräsentieren; die als Heilige Verehrten wie Pelé, Garrincha, Beckenbauer u. a.; es gibt auch einen Papst, den Präsidenten der FIFA, der mit nahezu unfehlbarer Gewalt ausgestattet ist. Er tritt auf umgeben von Kardinälen, die die technische Kommission bilden, die für das Ereignis verantwortlich ist. Darauf folgen die Erzbischöfe und Bischöfe, die nationalen Koordinatoren des Pokals. Dann gibt es eine Priesterkaste: die Trainer, Träger spezieller sakramentaler Macht, die Spieler ernennen, bestätigen und vom Platz holen können. Anschließend kommen die Diakone, die die Richterschaft stellen, die theologischen Lehrmeister des rechten Glaubens, d. h. der Spielregeln, die die konkrete Aufgabe haben, das Spiel zu leiten. Schließlich kommen die Ministranten, die Linienrichter, die den Diakonen assistieren.

Der Verlauf eines Spiels ruft gewissen Phänomene hervor, die auch in der Religion auftreten: kurze Gebete (Refrains) werden gesungen, Menschen vergießen emotionsgeladene Tränen, beten, Gelübde werden abgelegt (Felipe Scolari, der brasilianische Trainer, legte ein Gelübde ab, ca. 20 km zum Heiligtum Unserer Lieben Frau von Caravaggio in Farroupilha zu pilgern, sollte Brasilien die diesjährige Weltmeisterschaft gewinnen), Amulette und andere Symbole der diversen Ausprägungen der brasilianischen Religiosität sind in Gebrauch. Machtvolle Heilige, Orixás (Personifizierung oder Vergötterung der Natur im Rahmen afro-brasilianischer religiöser Handlungen; Anm. d. Ü.) und die Energie aus dem Axé (Musikrichtung afro-amerikanischen Ursprungs, ursprünglich aus Salvador da Bahia und heute in ganz Brasilien verbreitet; Anm. d. Ü.) werden angerufen und erfleht.

Es gibt sogar eine Heilige Inquisition, das Betreuerteam, dessen Aufgabe darin besteht, den rechten Glauben zu bewahren, Konflikte bei der Interpretation zu lösen und u. U. Spieler und sogar ganze Teams zu bestrafen oder gerichtlich gegen sie vorzugehen.

Wie in Religionen und Kirchen gibt es Orden und religiöse Kongregationen, es gibt sogar „organisierte Fans“. Sie haben ihre Riten, ihre Lobgesänge und ihren Ethos.

Ganze Familien kommen, um in der Nähe des Clubhauses ihrer Mannschaft zu leben, das als wahrhafte Kirche fungiert, in der sich die Gläubigen versammeln und wo sie ihre Träume miteinander teilen. Sie tätowieren ihre Körper mit den Symbolen ihrer Mannschaft, und wenn ein Kind zur Welt kommt, wird es mit den Symbolen der Mannschaft geschmückt, d. h. es empfängt eine Taufe, von der es niemals abfallen soll.

Ich halte es für sinnvoll, Glauben so zu verstehen, wie in der Wette, die der große christliche Philosoph und Mathematiker Blaise Pascal einst abschloss: Wenn du sagst, Gott existiert, so hast du nur zu gewinnen; sollte es Gott doch nicht geben, so hast du zumindest nichts verloren. Also ist es besser zu wetten, dass Gott existiert. Der Fußball-Fan lebt von Wetten (die sich vor allem in Sport-Lotterien oder im Fußballtoto zeigen), dass das Glück seiner Lieblingsmannschaft hold ist oder dass in der letzten Spielminute noch etwas geschieht, das alles verändert und dass schließlich seine Mannschaft gewinnt, ganz gleich, wie stark der Gegner auch ist. So wie in der Religion manche Menschen verehrt werden, geschieht das Gleiche mit den Fußball-Stars.

In der Religion treffen wir auch auf die Krankheit des Fanatismus, der Intoleranz und der Gewalt gegen andere religiöse Ausprägungen; ebenso ist es beim Fußball: Fangruppen eines Teams attackieren die Gruppe des gegnerischen Teams. Busse werden mit Steinen beworfen und es kann, wie wir wissen, zu kriminellen Handlungen kommen, bei denen organisierte Fans und Fanatiker die Anhänger des anderen Teams verwunden und sogar umbringen.

Für viele ist Fußball zu einer Weltanschauung geworden, eine Weise, die Welt zu verstehen und dem Leben einen Sinn zu verleihen. Solche Menschen leiden daran, wenn ihr Team verliert, und schweben in Euphorie, wenn es gewinnt.

Ich persönlich schätze den Fußball aus der Distanz, und zwar aus einem einfachen Grund: Mit vier Prothesen in den Knien und Oberschenkeln könnte ich niemals so rennen, springen und mich strecken. Die Fußballspieler vollbringen, wozu ich niemals in der Lage wäre, ohne dabei hinzufallen und mir etwas zu brechen. Unter den Fußballspielern gibt es wunderbare Künstler an Kreativität und Begabung. Nicht ohne Grund mochte der größte Philosoph des 20. Jahrhunderts, Martin Heidegger, kein einziges wichtiges Spiel verpassen, denn im Fußball sah er die Konkretisierung seiner Philosophie: den Wettkampf zwischen Sein und Wesen, die miteinander konfrontiert werden, sich gegenseitig leugnen, sich zusammenfügen und sich im unvorhersehbaren Spiel des Lebens engagieren, das wir alle spielen.

übersetzt von Bettina Gold-Hartnack

 

Il Patto delle Catacombe visuto da Papa Francesco

07/07/2014

Il 16 novembre del 65, verso la fine del concilio Vaticano II (1962-1965), alcuni vescovi, incentivati da Dom Helder Camara, celebrarono una messa nelle catacombe di Santa Domitilla fuori Roma e fecero il Patto delle catacombe della Chiesa povera e a servizio dei poveri. Si proponevano ideali di povertà e semplicità, abbandonando i loro palazzi e vivendo in in una comune casa o appartamento. Adesso col papa Francesco questo patto arriva ad essere attuale. Vale la pena ricordare gl’impegni assunti dai vescovi.

«Noi, vescovi, riuniti per il concilio Vaticano II, illuminati sulle deficienze della nostra vita di povertà secondo il Vangelo; incoraggiati a vicenda, per una iniziativa a cui ciascuno di noi vorrebbe evitare l’eccezionalità e la presunzione; uniti a tutti i nostri fratelli nell’episcopato; fiduciosi soprattutto nella grazia e nella forza di nostro Signore Gesù Cristo e per le orazioni dei fedeli e sacerdoti e nelle nostre rispettive diocesi; mettendoci col pensiero e con l’orazione davanti alla Trinità; davanti alla Chiesa di Cristo e davanti ai sacerdo e fedeli delle nostre diocesi; nell’umiltà e nella coscienza della nostra debolezza, ma anche con tutta la determinazione e tutta la forza di cui Dio ci vuol fare grazia, ci impegniamo a quanto segue:
1. Cercheremo di vivere secondo il modo ordinario della nostra popolazione per quanto riguarda l’abitazione, l’alimentazione, i mezzi di locomozione e tutto che quello che deriva da queste premesse.

2. Per sempre rinunciamo all’apparenza e alla realtà della ricchezza, specialmente nel vestire, (tessuti, ricchi colori sgargianti, insegne in materiali preziosi). Queste insegne devono essere, di fatto, evangeliche: né di oro né d’argento.

3. Non possederemo né immobili né mobili né conti in banca, ecc. a nome nostro. E se sarà necessario possedere, porremo tutto a nome della diocesi o delle opere sociali e di carità.

4. Ogni volta che sarà possibile, affideremo la gestione finanziaria e materiale della nostra diocesi a una commissione di laici competenti e consapevoli del loro incarico apostolico, nella prospettiva di essere meno amministratori che pastori e apostoli.

5. Rifiutiamo di essere chiamati, oralmente o per scritto, con nomi e titoli che significano grandezza e potere (Eminenza, Eccellenza, Monsignor). Preferiamo essere chiamati col nome evangelico “Padre”.

6. Nel nostro comportamento, nelle nostre relazioni sociali, eviteremo quello che sembri conferire privilegi, priorità o anche semplici preferenze per i ricchi e per i potenti (esempio, banchetti offerti o accettati; classi nei servizi religiosi).

7. Allo stesso modo eviteremo di incoraggiare o sollecitare la vanità di chiunque sia, con con il fine di avere una ricompensa o sollecitare doni, o per qualsiasi altra ragione. Inviteremo i nostri fedeli a considerare i loro doni come una partecipazione normale al culto, all’apostolato e all’azione sociale.

8. Daremo tutto quello che sarà necessario, tempo riflessione cuore mezzi, ecc. al servizio apostolico e pastorale delle persone e dei gruppi di lavoratori economicamente deboli e sottosviluppati, senza che questo danneggi altre persone o gruppi della diocesi. Proteggeremo i laici, religiosi, diaconi o sacerdoti che il Signore chiama a evangelizzare i poveri e gli operai condividendo la vita operaia e il lavoro.

9. Consapevoli delle esigenze della giustizia e della carità e delle loro relazioni mutue cercheremo di trasformare le opere di beneficenza in opere sociali basate su carità e giustizia che tengono conto di tutti e di tutte le loro esigenze come un umile servizio degli organismi pubblici competenti.

10. Metteremo in opera tutto perché i responsabili del nostro governo e per i nostri servizi pubblici decidano e mettano in pratica le leggi, le strutture le istituzioni sociali necessarie alla giustizia, all’uguaglianza e lo sviluppo di tutto l’uomo e di tutti gli uomini, e da lì all’avvento di un altro ordine sociale, nuovo, degno di figli dell’uomo e dei figli di Dio.

11. Trovando la collegialità dei vescovi la sua realizzazione più evangelica nell’assunzione di incarichi comuni delle masse umane in stato di miseria fisica culturale morale – due terzi dell’umanità – ci impegniamo a:

· partecipare conforme nostri mezzi agli investimenti urgenti dell’episcopato nelle nazioni povere;
· a richiedere insieme i programmi degli organismi internazionali ma testimoniando il Vangelo come ha fatto papa Paolo VI all’Onu al nell’adozione di strutture economiche culturali che non fabbrichino mai in nazione proletaria in un mondo sempre più ricco ma che permettano alle masse povere di uscire dalla loro miseria.

12. Ci impegniamo a condividere nella carità pastorale, la nostra vita con i nostri fratelli in Cristo, sacerdoti, religiosi e laici, perché il nostro ministero costituisca un vero servizio così:
· ci sforzeremo di “rivedere la nostra vita” con loro;
· suscitremo collaboratori perché siano animatori secondo lo spirito più che capi secondo il mondo;
· cercheremo di essere al massimo grado umanamente presenti e accoglienti;
· ci mostreremo aperti a tuttti, qualunque sia la religione da loro professata;

13. Tornando alle nostre diocesi rispettive, faremo conoscere ai nostri diocesani la nostra risoluzione, pregandoli di aiutarci con la loro comprensione e le loro preghiere.

Che Dio ci aiuti a essere fedeli».

Non sono forse questi gl’ideali presentati da papa Francesco?

Traduzione di Romano Baraglia

El pacto de las catacumbas vivido por el Papa Francisco

07/07/2014

El día 16 de noviembre de 1965, cuando estaba terminando el Concilio Vaticano II (1962-1965), algunos obispos, animados por Dom Helder Câmara, celebraron una misa en las Catacumbas de Santa Domitila e hicieron el Pacto de las Catacumbas de la Iglesia sierva y pobre. Proponían para sí mismos ideales de pobreza y sencillez, dejando sus palacios y viviendo en simples casas o apartamentos. Ahora con el Papa Francisco este pacto gana plena actualidad. Vale la pena recordar los compromisos asumidos por los obispos.

«Nosotros, obispos, reunidos en el Concilio Vaticano II, conscientes de las deficiencias de nuestra vida de pobreza según el evangelio; motivados los unos por los otros, en una iniciativa en que cada uno de nosotros quisiera evitar la excepcionalidad y la presunción; unidos a todos nuestros hermanos de episcopado; contando sobre todo con la gracia y la fuerza de Nuestro Señor Jesucristo, con la oración de los fieles y de los sacerdotes de nuestras respectivas diócesis; poniéndonos con el pensamiento y la oración ante la Trinidad, ante la Iglesia de Cristo y ante los sacerdotes y los fieles de nuestras diócesis, con humildad y con conciencia de nuestra flaqueza, pero también con toda la determinación y toda la fuerza que Dios nos quiere dar como gracia suya, nos comprometemos a lo siguiente:

1) Procuraremos vivir según el modo ordinario de nuestra población, en lo que concierne a casa, alimentación, medios de locomoción y a todo lo que de ahí se sigue.

2) Renunciamos para siempre a la apariencia y a la realidad de la riqueza, especialmente en el vestir (tejidos ricos, colores llamativos, insignias de material precioso). Esos signos deben ser ciertamente evangélicos: ni oro ni plata.

3) No poseeremos inmuebles ni muebles, ni cuenta bancaria, etc. a nuestro nombre; y si fuera necesario tenerlos, pondremos todo a nombre de la diócesis, o de las obras sociales caritativas.

4) Siempre que sea posible confiaremos la gestión financiera y material de nuestra diócesis a una comisión de laicos competentes y conscientes de su papel apostólico, en la perspectiva de ser menos administradores que pastores y apóstoles.

5) Rechazamos ser llamados, oralmente o por escrito, con nombres y títulos que signifiquen grandeza y poder (Eminencia, Excelencia, Monseñor…). Preferimos ser llamados con el nombre evangélico de Padre.

6) En nuestro comportamiento y en nuestras relaciones sociales evitaremos todo aquello que pueda parecer concesión de privilegios, prioridades o cualquier preferencia a los ricos y a los poderosos (ej: banquetes ofrecidos o aceptados, clases en los servicios religiosos).

7) Del mismo modo, evitaremos incentivar o lisonjear la vanidad de quien sea, con vistas a recompensar o a solicitar dádivas, o por cualquier otra razón. Invitaremos a nuestros fieles a considerar sus dádivas como una participación normal en el culto, en el apostolado y en la acción social.

8) Daremos todo lo que sea necesario de nuestro tiempo, reflexión, corazón, medios, etc. al servicio apostólico y pastoral de las personas y grupos trabajadores y económicamente débiles y subdesarrollados, sin que eso perjudique a otras personas y grupos de la diócesis. Apoyaremos a los laicos, religiosos, diáconos o sacerdotes que el Señor llama a evangelizar a los pobres y los trabajadores compartiendo la vida y el trabajo.

9) Conscientes de las exigencias de la justicia y de la caridad, y de sus relaciones mutuas, procuraremos transformar las obras de “beneficencia” en obras sociales basadas en la caridad y en la justicia, que tengan en cuenta a todos y a todas, como un humilde servicio a los organismos públicos competentes.

10) Haremos todo lo posible para que los responsables de nuestro gobierno y de nuestros servicios públicos decidan y pongan en práctica las leyes, las estructuras y las instituciones sociales necesarias a la justicia, a la igualdad y al desarrollo armónico y total de todo el hombre en todos los hombres, y, así, al advenimiento de otro orden social, nuevo, digno de los hijos del hombre y de los hijos de Dios.

11) Porque la colegialidad de los obispos encuentra su más plena realización evangélica en el servicio en común a las mayorías en estado de miseria física cultural y moral ―dos tercios de la humanidad― nos comprometemos a:
-participar, conforme a nuestros medios, en las inversiones urgentes de los episcopados de las naciones pobres;

-pedir juntos a nivel de los organismos internacionales, dando siempre testimonio del evangelio como lo hizo el Papa Pablo VI en las Naciones Unidas, la adopción de estructuras económicas y culturales que no fabriquen más naciones pobres en un mundo cada vez más rico, sino que permitan a las mayorías pobres salir de su miseria.

12) Nos comprometemos a compartir nuestra vida, en caridad pastoral, con nuestros hermanos en Cristo, sacerdotes, religiosos y laicos, para que nuestro ministerio constituya un verdadero servicio; así:

-nos esforzaremos para “revisar nuestra vida” con ellos;

-buscaremos colaboradores que sean más animadores según el Espíritu que jefes según el mundo;

-procuraremos hacernos lo más humanamente presentes y ser acogedores;

-nos mostraremos abiertos a todos, sea cual sea su religión.

13) Cuando volvamos a nuestras diócesis, daremos a conocer a nuestros diocesanos nuestra resolución, rogándoles nos ayuden con su comprensión, su colaboración y sus oraciones.

Que Dios nos ayude a ser fieles».

¿No son estos los ideales presentados por el Papa Francisco?

traducción de J.M.Gavito Milano

 

La memoria sessuale: base biologica della sessualità umana

07/07/2014

Perché possiamo comprendere la profondità della sessualità umana, abbiamo bisogno di intendere che essa non esiste isolata, ma rappresenta un momento di un processo maggiore: quello biogenico.

La nuova cosmologia ci ha abituati a considerare ogni realtà singolare dentro un tutto che è stato ordito già 13,7 miliardi di anni fa e la vita da 3,8 miliardi di anni. Le realtà singolari (elementi fisico-chimici, microrganismi, rocce, piante, animali ed esseri umani) non si giustappongono ma si intrecciano in reti interconnesse costituendo una totalità sistemica, complessa e variegata.

Così, la sessualità è emersa 1 miliardo di anni fa come un momento avanzato della vita. Dopo la decifrazione del codice genetico da Crick e Watson negli anni 50 del secolo passato, sappiamo oggi con prove alla mano che vige l’unità della catena della vita: batteri, funghi, piante, animali e esseri umani siamo tutti fratelli e sorelle perché discendiamo da un’unica forma originaria di vita. Abbiamo, per esempio, 2758 geni uguali a quelli di una mosca e 2031 identici a quelli di un verme.

Questo dato si spiega per il fatto che tutti, senza eccezione, siamo costruiti a partire da 20 aminoacidi di base combinate con quattro acidi nucleici (adenina, timina, citosina e guanina). Tutti discendiamo da un antenato comune, che ha dato origine alla ramificazione progressiva dell’albero della vita. Ogni cellula del nostro corpo, anche la più esteriore epidermica, contiene le informazioni di base di tutta la vita che conosciamo c’è, poi, una memoria biologica iscritta nel codice genetico di ogni organismo vivo.

Così come esiste la memoria genetica, esiste pure la memoria sessuale che appare nella nostra sessualità umana. Consideriamo alcuni passi di questo complicato processo. L’antenato comune di tutti gli esseri vivi è stato, molto probabilmente, un batterio, tecnicamente chiamato di procariote, che significa un organismo unicellulare, senza nucleo e con una organizzazione interna rudimentale. Siccome si moltiplica rapidamente per divisione cellulare (chiamata mitosi: una cellula madre si divide in due cellule figlie identiche) sono sorte colonie di batteri. Regnarono da sole, per quasi 2 miliardi di anni. Teoricamente la riproduzione per mitosi conferisce immortalità alle cellule. perché il loro i loro discendenti sono identici, senza mutazioni genetiche.

Circa 2 miliardi di anni fa, avvenne un importante fenomeno per l’evoluzione posteriore, interrotto soltanto dal sorgere della vita stessa: la irruzione di una cellula con membrana e due nuclei. Dentro di questi si trovano i cromosomi (materiale genetico) nei quali il DNA si combina con proteine speciali. Tecnicamente chiamato eucariote o anche cellula diploide, cioè, cellula a nucleo doppio.

L’importanza di questa cellula binucleata risiede nel fatto che essa sta alle all’origine del sesso. Nella sua forma più primitiva, il sesso significava scambio di nucleo intero tra cellule binucleate, arrivando alla fusione in un unico nucleo diploide, con che conteneva tutti i cromosomi a due. fin qui le cellule si moltiplicavano da sole per mitosi (divisione) perpetuando lo stesso genoma. La forma eucariota di sesso, che avviene all’incontro di due cellule differenti, permettono scambio fantastico di informazioni contenute nei rispettivi nuclei. Esso origina una enorme biodiversità.

Nasce un nuovo essere vivo, la cellula che si riproduce sessualmente a partire dall’incontro con un’altra cellula. Tale fatto indica già il senso profondo di ogni sessualità: lo scambio che arricchisce e la fusione che crea paradossalmente la diversità. Questo processo coinvolge imperfezioni, che non esistono nella mitosi. Ma favorisce cambiamenti, adattamenti e nuove forme di vita.

La sessualità rivela la presenza della simbiosi (composizione di differenti elementi) che, insieme con la selezione naturale, rappresenta la forza più importante dell’evoluzione.

Tal fatto viene caricato da conseguenze filosofiche. La vita è tessuta di cooperazione, scambi, simbiosi, molto più che di lotta competitiva per la sopravvivenza. L’evoluzione è arrivata fino allo stadio finale grazie a questa logica cooperativa tra tutti.

Tralasciando molti altri dati e andando direttamente alla sessualità umana dobbiamo riconoscere che essa sta basata in 1 miliardo di anni di sessogenesi. Ma possiede qualcosa di singolare: l’istinto si trasforma in libertà, la sessualità sboccia nell’amore. La sessualità umana non è soggetta al ritmo biologico della riproduzione; l’essere umano è sempre disponibile alla relazione sessuale, perché essa non è ordinata esclusivamente alla riproduzione delle specie, ma anche e soprattutto alla manifestazioe di affetto tra i partner; l’amore riorienta la logica naturale della sessualità come istinto di riproduzione; l’amore fa sì che che la sessualità si decentri da sé per concentrarsi nell’altro. L’amore fa diventare compagni di gioco prezioso gli uni per gli altri, unici nell’universo, fonte di ammirazione, innamoramento e passione. E’ a causa di questa aura che l’amore si rivela come il luogo della suprema realizzazione della felicità umana o, nel suo fallimento, dell’infelicità e della guerra di sessi.

L’essere umano ha bisogno di imparare a combinar istinto e amore. Sente in sé, la necessità di amare e di essere amato. Non per imposizione, ma per libertà e spontaneità. Senza questa libertà di chi dà e chi riceve, non esiste amore. Sono la libertà e la capacità di amorizzazione che costruiscono forme di amore che umanizzano l’essere umano e gli aprono le prospettive spirituali, sorpassando di molto le richieste dell’istinto.

Leonardo Boff ha scritto con Rose Marie Muraro, recentemente scomparsa, Feminino e mascolino: un nuovo paradigma per una nuova relazione, Record 2010.

Traduzione di Romano Baraglia

 

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